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| Marlborough Sound |
Nach einer Dusche und dem Frühstück
am 27. März 2015 verfütterten wir noch das am Abend zuvor erhaltene
Futter an die bereits äußerst fetten Schafe, die erstaunlicherweise
noch recht flink unterwegs waren.
Über Havelock, welches
eine
Ortschaft mit weniger als 1000 Einwohnern ist, im Norden der Südinsel
in der Region Marlborough am Ende des Pelorus Sound liegt und sich
zum Zentrum der neuseeländischen Muschelzucht entwickelt hat, fuhren
wir zu den Weingütern von Marlborough.
Es ist die größte
Weinbauregion Neuseelands; ¾ der gesamten Ernte des Landes stammen
von dort. Die letzte Zählung ergab eine Rebfläche von 23.900 ha.
Sonnenreiche Tage und kühle Nächte erzeugen ein ideales Mikroklima,
in dem Rebsorten gedeihen, die für ein kühleres Klima geeignet
sind. Aus ihnen werden der weltberühmte Sauvignon Blanc, der
erstklassige Pinot Noir sowie Chardonnay, Riesling, Gewürztraminer,
Pinot Gris und qualitativ hochwertige Schaumweine erzeugt. Die
Mehrzahl der rund 140 Weingüter, wobei rund 40 für Besucher
geöffnet werden, liegt im Wairau Valley, hauptsächlich rund um
Blenheim und Renwick.
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| Wither Hills |
Unser erstes Halt
galt dem Bladen Estate, ein netter kleiner Familienbetrieb mit viel
Charme und einem ausgesprochen sympathischen und
unterhaltungsfreudigen Weinkenner. Nach der Verkostung von 6 Weinen
entschieden wir uns den Riesling mitzunehmen.
Auch bei der
Verkostung bei Framingham Wines, welche sich auf Rieslingweine
außergewöhnlicher Qualität spezialisiert haben, hatten wir eine
Menge Spaß und nahmen wieder einen Riesling, den 2013er Framingham
Classic Riesling, mit.
Das klimaneutral
arbeitende Familienanwesen Wairau River zählt zu den ältesten Güter
von Marlborough. Wie schon in den Weingütern davor haben wir auch
hier 6 Weine verkostet.
Bei Huia, welchen
Weinbau in kleinem, nachhaltigem Stil betreibt, konnte uns so gar
keiner der 5 Weine überzeugen.
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| Abel Tasman National Park |
Das architektonische
Schmuckstück Wither Hills, ein Flagschiff unter den Weingütern der
Region, war richtig gut besucht und es war uns nach der Verkostung
gestattet die Aussicht vom Dach aus zu genießen.
Im Brancott Estate,
eine hypermoderne Kellerei mit Restaurantkomplex und Shuttle Service
hoch über den alten Anbauflächen des Sauvignon Blanc, wurden wir
förmlich abgefüllt – leider haben wir die Weinliste liegen
gelassen, so dass ich nicht mehr weiß, wie viele Weine wir verkostet
hatten, jedenfalls hatten wir 4 Flaschen gekauft und es war wirklich
großartig dort.
Eindrucksvolle
Weitblicke über das Wairau Valley öffnen sich von der Turmspitze
des rosaroten Weingutes Highfield Estate in toskanischem Stil –
allerdings sollte die Verkostung, wie schon so einige Male, 5
$/Person kosten, also entschieden wir uns lediglich den Riesling zu
kosten und nahmen auch direkt 2 Flaschen mit.
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| Golden Bay |
Da Mahi Wines und
Auntsfield Estate geschlossen waren und bei Cloudy Bay eine deftige
Gebühr verlangt wurde, hielten wir gegen 16:30 Uhr bei Gibson
Bridge. Da hatten wir mal wieder das Glück kurz vorm Schließen
aufzutauchen und dürften 6 Pinot Gris kostenfrei verkosten. Darunter
2 Dessertweine zu Preisen von $ 45 und $ 65.
Danach ging es zur
Onamalutu Campsite, die eigentlich 12 $/Nacht kostet, aber wir haben
einfach nicht gezahlt, da es eine Kasse des Vertrauens war.
Während Chris sich
dann nach dem Abendessen seine Haare mit der Haarschneidemaschine
gestutzt hatte, las ich.
Am nächsten Tag
standen wir gegen 8 Uhr auf, fuhren dann nach Blenheim zum Pak'nSave
und frühstückten dann inmitten von Weinfeldern.
Nach einem Abstecher
zum Seresin Estate, wo die Weine und Olivenöle ökologisch und
biodynamisch erzeugt werden, fuhren wir 100 km weit bis nach Nelson.
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| Paynes Ford Scenic Reserve |
Angeblich ist Nelson der geographische
Mittelpunkt von Neuseeland. Praktischerweise soll dieser Punkt auf
einem Hügel im Zentrum der Stadt liegen. Dieser Mittelpunkt war
allerdings nur der Mittelpunkt, um frühe Landvermessungen
durchzuführen. Der wahre geographische Mittelpunkt liegt tatsächlich
in dichtem Gestrüpp eines Waldes auf der Spooner Range in der Nähe
von Tapawera, 35 km südwestlich von Nelson.
Um
die Region Nelson herum befinden sich die 3 meistbesuchten
Nationalparks Neuseelands: Abel-Tasman-Nationalpark,
Kahurangi-Nationalpark und der Nelson-Lakes-Nationalpark, was
vielleicht daran liegt, dass in dieser Provinz die jährliche
Sonnenscheindauer mit durchschnittlich 2.400 Stunden die längste im
gesamten Land ist. Die Region Nelson grenzt im Osten an die Region
Marlborough, im Südwesten an Tasman und im Westen an die Tasman Bay.
Nach einem
Spaziergang durch die Innenstadt nutzten wir im Auto sitzend das
kostenfreie W-Lan der Elma Turner Library.
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| Te Waikoropupu Springs |
Wir folgten dem
stark befahrenen Küsten-Highway, der rund um das Waimea Inlet und an
der Rugby Coast entlang verläuft und die schnellste Verbindung von
Nelson nach Motueka ist.
Nur 10 km von
Richmond entfernt liegt das Weingut Waimea, welches aber leider
geschlossen war, also versuchten wir unser Glück beim Weingut
Seifried, welches an der Abzweigung zur Rabbit Island liegt. Diese
verlangen allerdings eine Gebühr für die Verkostung, also fuhren
wir weiter zur erholsamen Rabbit Island, mit Ausblicken auf das
Mündungsgebiet. Es gibt Sandstrände, an einem davon spazierten wir,
und ausgedehnte stille Kiefernwälder. Die Inselbrücke wird bei
Sonnenuntergang geschlossen – über Nacht ist ein Aufenthalt nicht
erlaubt.
Nach unserer Ankunft
auf der McKee Domain, welche für 12 $/Nacht einfach großartig war,
spielten wir Karten und gegen 18 Uhr gab es Abendessen. Danach
schauten wir „Kindsköpfe 2“.
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| Farewell Spit |
Aufgrund von
Sonnenschein entschieden wir einen Waschtag einzulegen und fuhren zum
nur 5 min entfernten Tasman Motor Camp, wo wir 30 $/Nacht zahlten.
Während Chris nach
dem Frühstück mal wieder sein Bedürfnis Olaf aufzuräumen
nachging, kümmerte ich mich um die Wäsche, allerdings hat es den
Tag über immer mal wieder getröpfelt, so dass wir unser Kartenspiel
mehrmals zwischendurch unterbrechen mussten, um die Wäsche ins
Trockene zu holen und wieder aufzuhängen. Am Nachmittag schauten wir
dann den Film „Ich darf nicht schlafen“, bevor wir wieder Karten
spielten.
Nach dem Abendessen
machten wir einen kurzen Spaziergang und schauten dann „World War
Z“.
Der Montag begann
mit einem kalten Bad im Pool und einer darauffolgenden warmen Dusche.
Während die Wäsche noch ein wenig trocknen musste, aßen wir
Frühstück, nutzten 100 MB gratis zur Verfügung gestelltes Internet
und spielten Billard.
Später fuhren wir
dann nach Motueka – in der geschäftigen, kleinen Stadt fanden wir
Gelegenheit unsere Vorräte aufzufüllen.
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| McKee Domain |
Hinter Motueka
windete sich der Highway in schwindelerregenden Kurven, wenn Chris
fährt, wird mir eh schon meistens übel, den Takaka Hill hinauf,
vorbei an Aussichtspunkten, die einen spektakulären Ausblick über
die Tasman Bay und den Abel Tasman National Park gewährten. Der
Takaka Hill (791 m) trennt die Tasman Bay von der Golden Bay. Kurz
vor dem Berg biegt eine Abzweigung zum Canaan Downs Scenic Reserve
ab, das am Ende einer 11 km langen Schotterstraße liegt. Das Gebiet
erlangte Berühmtheit als Filmkulisse in der Trilogie „Der Herr der
Ringe“ und im Film „Hobbit“, doch das hervorstechendste Merkmal
dieser Landschaft ist das Harwood's Hole. Es ist eines der größten
Dolinen des Landes: Die Höhle ist insgesamt 357 m tief und 70 m
breit. An der Oberkante beginnt ein 176 m tiefer, senkrecht
abfallender Höhlenschacht. Vom Parkplatz waren es 30 min zu Fuß
dorthin.
Für 20 $/Nacht
übernachteten wir im Payne Ford's Hangdog Camp. Dort spielten wir
erst einmal Karten bevor es Abendessen gab. Danach machten wir einen
Spaziergang zum und im, in der Nähe befindlichen, Paynes Ford Scenic
Reserve. Zurück im Camp schauten wir dann „The Watch“.
Am 31. März 2015
fuhren wir zu den Te Waikoropupu Springs, welche die größten
Süßwasserquellen Australiens und Ozeaniens sind und als die
klarsten der Welt gelten. 14.000 l Wasser sprudeln pro Sekunde aus
unterirdischen Kanälen auf, die verteilt im Schutzgebiet liegen und
bei einem 30-minütigen Rundgang bestaunt werden können. Das Wasser
wirkt verlockend, doch Schwimmen oder selbst die Berührung des
Wassers ist streng verboten.
Danach fuhren wir
den weiten Weg bis zum Farewell Spit, wo wir auf dem Parkplatz erst
einmal etwas aßen – nennen wir es Frühstück.
Das
science-fiction-artige, offene, außergewöhnliche Farewell Spit ist
ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung und ein bekanntes
Vogelschutzrevier: Im Sommer tummeln sich hier Tausende Watvögel.
Den 35 km langen Strand säumen gigantische, halbmondförmige Dünen,
von denen aus man einen weiten Blick über die Golden Bay und die
gewaltige, bei Ebbe freiliegende Salzmarsch hat. Die ersten 4 km des
Spit konnten wir auf verschiedenen Wegen erkunden, wie auch immer
sind wir aus Versehen den 12 km Rundweg gegangen und fühlten uns
dabei wie auf Juist.
Bei Olaf angelangt,
stärkten wir uns erst einmal von dem langen nicht enden wollenden
Marsch und lernten dabei die beiden Deutschen Chris und Micha kennen.
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| Buller Gorge Swingbridge |
Gegen 15 Uhr sind
wir dann wieder zur McKee Domain aufgebrochen, da es uns dort gut
gefallen hatte. Nach einem Zwischenstopp in The Warehouse kamen wir
am Ziel gegen 17:30 Uhr an. Nach dem Abendessen spielten wir Karten
und schauten dann „2 Guns“.
Am nächsten Morgen
nutzten wir die Gelegenheit der kostenfreien, wenn auch kalten
Dusche, bevor wir uns nachdem Frühstück nach Motueka aufmachten, um
von dort aus Richtung Murchison zu fahren.
Murchison, 125 km
südwestlich von Nelson und 95 km östlich von Westport gelegen, ist
das nördliche Einfallstor zur Westküste. Von dort windet sich der
Highway durch die Buller Gorge. Etwa 14 km westlich von Murchison
schwingt sich Neuseelands längste Hängebrücke (110 m), die Buller
Gorge Swingbridge, über den Buller River. Für 10 $/Person dürften
wir die Brücke überqueren und einen 15-minütigen Rundweg
absolvieren. Eine deutsche Familie war mit unserem Schaukeln der
Brücke nicht so begeistert und hat uns permanent irritiert
angeschaut – sehr unterhaltsam.
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| Gentle Annie Beach |
Im Hafenort
Westport, welcher seinen Aufschwung dem Kohlebergbau verdankt,
füllten wir unseren Tank auf und fuhren dann Richtung Norden, wo wir
im Gentle Annie Mokihinui Holiday Park für 24 $/Nacht unseren
Schlafplatz fanden.
Nach dem Abendessen,
gingen wir zum Sonnenuntergang an den Strand, spielten dann später
Karten und da der Akku meines Laptops am Vorabend starb, schauten wir
„2 Guns“ zu Ende.
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